Choraktivitäten und Konzerte 2018

 

unser letztes Konzert:

 

 

… und hoffnungsvoll zugleich!

 

Rott: Stehende Ovationen für den Wasserburger Bach-Chor, die Instrumentalisten und Solisten

das ist die Überschrift des interessanten  Berichts mit vielen Bildern von der Wasserburger Stimme:

www.wasserburger-stimme.de/schlagzeilen/und-hoffnungsvoll-zugleich/2018/11/30/

 

 
Konzertbesprechung OVB:

29.November 2018

 

Prächtige Klangfülle

 

Mozarts Requiem und Klarinettenkonzert mit Bach-Chor und Bach-Collegium Wasserburg
 

 

VON GEORG FÜCHTNER

 

Rott – Mozarts Klarinettenkonzert und  sein Requiem   an einem Abend: In der barocken Pfarrkirche von Rott am Inn durften die zahlreichen Besucher den beiden im Todesjahr 1791 entstandenen Werken des Salzburger Genies lauschen.
Zusätzlich auf dem Programm stand die Trauermotette „O Jesu Christ, meines Lebens Licht“ von Johann Sebastian Bach.
Der Wasserburger Bach-Chor und das Bach Collegium Wasserburg wurden dirigiert von Angelica Heder-Loosli. Die Gesangssolisten waren Roswitha Schmelzl (Sopran), Luitgard Hamberger (Alt), Christian Zenker (Tenor) und Raphael Sigling (Bass). Die Soloklarinette spielte Marlene Noichl.
 
In Mozarts Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 dominiert eine nach innen gekehrte Grundhaltung, die dennoch heiter, abgeklärt und fern aller Melancholie erscheint. Marlene Noichl gelang es meisterhaft, den innigen musikalischen Monolog bereits im Allegro mit einem strahlenden und ausdrucksvollen Ton zu Gehör zu bringen. Vom Orchester behutsam begleitet, betörte die ruhige Gesanglichkeit der Klarinette im Adagio. Das Rondo-Finale mit seiner von Noichl ungestüm vorgetragenen fröhlichen Melodie erwärmte in der doch recht kalten Kirche die Herzen der Hörer. Dem hellen Zauber des nur kurz nach Moll wechselnden Satzes konnte sich niemand entziehen.
 
Ernst und Feierlichkeit verströmte Bachs Trauermotette „O Jesu Christ, meines Lebens Licht“ BWV für Chor und Orchester, in der sich der Glanz der Blechbläser mit dem getragen singenden Chor zu einer klangvollen harmonischen Einheit verband. Bachs eher selten aufgeführte Motette wurde im Vergleich zum Klarinettenkonzert von Mozart vom Publikum mit leider nur verhaltenem Beifall bedacht.
 
Das Requiem d-Moll KV 626 besitzt insgesamt einen dunklen Klanggrund, der sich im Introitus zu einer bewegten Eindringlichkeit steigert. Den düster-wiegenden Beginn brach Roswitha Schmelzl nur kurz mit einem hellen, glockenreinen Sopransolo auf. Von drängender Intensität und voller Düsternis war das Kyrie, das der Chor klangmächtig intonierte. Als der Chor zu den wilden Läufen der Streicher das vorwärts stürmende „Dies irae“ sang, schien den Hörern der Atem zu stocken. Das „Tuba mirum“ mit dem Posaunensolo und dem von Bassist Raphael Sigling angestimmten, wundervollen Quartett der Sänger, aber auch die herabstürzenden Streicherfiguren im „Rex tremendae“ waren ein großer Hörgenuss.  
 
Beseelt sang das Quartett im „Recordare“. Luitgard Hambergers raumfüllende Alt-Stimme und Christian Zenkers expressiver Tenor verströmten Trost und Zuversicht. Nach dem dramatischen, die Schrecken der Hölle beschwörenden „Confutatis“, in dem der Chor eine ungeheure Dynamik zeigte und die Frauen ein sanftes Flehen erklingen ließen, folgte das tröstliche „Lacrimosa“ mit den Seufzern der Violinen und das „Amen“. Ergreifend sang das Soloquartett im „Domine Jesu“, ausdrucksstark im dahinströmenden, lyrischen „Benedictus“.  
 
Bewegend war auch das „Lux aeterna“ mit Roswitha Schmelzls wie aus großer Ferne klingendem Sopran und das abschließende „Cum sanctis“, in dem der Chor noch einmal seine prächtige Klangfülle demonstrieren konnte. Nach einem kurzen Moment des Innehaltens erhob sich das Publikum und spendete Sängern, Chor und Orchester für ihre überragende Darbietung minutenlangen Applaus.
 
 
Pressetetext:
Mit dem berühmten Klarinettenkonzert A-Dur KV 618 von W.A.Mozart wird das Konzert vom Bach-Collegium Wasserburg mit der Solistin Marlene Noichl, Klarinette eröffnet.
Wie Mozart, der sich gerade in seinen letzten Jahren viel mit Bach und Händel beschäftigt hat, besinnt sich auch der Bach-Chor seines Namenspatrons und bringt die zuversichtlich-tröstliche Trauer-Motette „O Jesu Christ, meins Lebens Licht“ BWV 118 zur Aufführung.
Anschließend erklingt das Hauptwerk des Abends, das Requiem d-moll KV 626 von Wolfgang Amadeus Mozart, das er - mit 35 Jahren aus dem Leben gerissen - selber nicht mehr vollenden konnte. Seinem Schüler Franz Xaver Süßmayr, der am Krankenbett wohl noch einige Hinweise vom Meister bekam, ist es zu verdanken, dass er sich der Vervollständigung annahm, und dass es „das Mozart-Requiem“ in der uns bekannten und vertrauten Gestalt gibt. Seine kompositorischen Schwächen wurden immer wieder kritisiert. Franz Beyer ist es 1971 gelungen, diese einfühlsam zu beheben. Seine überzeugende Edition wird deshalb bei diesem Konzert verwendet.
Auch wenn das Geheimnis des mysteriösen Auftraggebers längst gelüftet ist, liegt das eigentliche Geheimnis des Requiems und seiner einzigartigen Faszination in der Musik selbst. Sie bezieht sich in den kraftvollen Chor-Fugen einerseits auf die Wurzeln des Barock, andererseits steigert sie sich in typisch neapolitanisch opernhaften Elementen zu unvergesslicher Intensität. Es sind jene neuen, schon auf die musikalische Sprache des 19. Jahrhunderts vorausweisenden Töne der Verinnerlichung und des persönlich-intimen Gefühlsausdrucks.
In dieser die Zeiten verbindenden, in dieser vollkommenen Einheit des unvollendeten Werkes offenbart sich Mozarts frühe Vollendung.
AHL
 
 
[…] da der Tod, genau zu nehmen, der wahre Endzweck unseres Lebens ist, so habe ich mich seit ein paar Jahren mit diesem wahren, besten Freunde des Menschen so bekannt gemacht, daß sein Bild nicht allein nichts schreckendes mehr für mich hat, sonders recht viel beruhigendes und tröstendes! und ich danke meinem Gott, daß er mir das Glück gegönnt hat mir die Gelegenheit, Sie verstehn mich, zu verschaffen, ihn als den Schlüssel zu unserer wahren Glückseeligkeit kennen zu lernen. Ich lege mich nie zu Bette ohne zu bedenken, daß ich vielleicht, so jung als ich bin, den anderen Tag nicht mehr sein werde.“
(Mozart in einem Brief an seinen Vater vom 4. April 1787)
 
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Wasserburger Stimme:
Eine gestärkte Gemeinschaft

Der Wasserburger Bach-Chor ist verreist: Ein weiterer Höhepunkt des Probenjahres neben der Aufführung des erarbeiteten Werkes ist stets zuvor das beliebte Chorwochenende.
Jeden Herbst fahren die Chorsänger in ein besonders schönes Tagungshaus. Für dieses Jahr wurde das erhabene Schloss Hirschberg gewählt, auf einer idyllischen Anhöhe im Altmühltal oberhalb von Beilngries gelegen.
 
Im hellen, mit Stuck und Fresken geschmückten „Rittersaal“ ließ es sich fürstlich proben, in entspannter und zugleich hoch konzentrierter Atmosphäre.
Auf dem abwechslungsreichen Programm standen die intensive Feinarbeit am Requiem von Mozart, das in einem Monat in Wasserburg und Rott aufgeführt wird,   und das Eintauchen in Bachs Matthäuspassion.

An den Abenden wurde das a-capella-Repertoire aufgefrischt und erweitert. Natürlich kamen Geselligkeit und Erholung nicht zu kurz, ob beim Schlummertrunk im Gewölbekeller oder den Spaziergängen im schönen Schlossgarten oder in der in goldenes Herbst-Licht getauchten Umgebung.

Mit vielen neuen Eindrücken, mit Fortschritten und „Fort-Sprüngen“ kehrten die Chormitglieder als gestärkte Gemeinschaft zurück. In Erinnerung bleiben berührende Momente und der innige Wunsch nach Frieden, durch Friedenslieder geweckt und ausgedrückt: DONA NOBIS PACEM.
 
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Erfahrungen aus der Chor-Werkstatt des Wasserburger Bach-Chores vom 13.Oktober 2018
 
Singen macht Spaß…
 
Die Chorsänger und -sängerinnen des Wasserburger Bach-Chores wissen das schon lange – mit der Chor-Werkstatt in der VHS am letzten Samstag konnten sich alle Interessierten davon überzeugen.
13 sangesfreudige Liebhaber der geistlichen Chormusik waren gekommen, um sich zwischen die erfahrenen Bach-Chor-Sänger zu setzen und einen Vormittag lang eine Chorprobe unter der Leitung von Angelica Heder-Loosli zu erleben. Es begann mit kurzweiligen Übungen, um die Stimme zu „wecken“ – dabei konnten alle erleben, dass die Stimme nicht nur in der Kehle sitzt, sondern der ganze Körper Einfluss auf ihren Klang hat. Ein 3-stimmiges Friedenslied beendete das Einsingen und führte zum Requiem von Mozart, einem Repertoire-Werk des Wasserburger Bach-Chores, das Ende November in Wasserburg und Rott aufgeführt wird.
Die Probenphasen lockerte Angelica Heder-Loosli mit Hintergrundinformationen zum Werk auf, das W.A. Mozart vor seinem Tod nicht mehr vollenden konnte. Sie zeigte auf, dass es verschiedene Fassungen gibt und begründete auch die Entscheidung für die bekannte Vervollständigung durch Franz Xaver Süßmayr, in der sensiblen Bearbeitung durch Franz Beyer.
Der erste Teil der Probe war mehr der Feinarbeit eines einfacheren vierstimmigen Satzes gewidmet, dabei wurde auf präzise Rhythmik, deutliche Textaussprache, Ausdruck und ausgewogenen Stimmklang geachtet.
Nach einer Pause wurde dann fast das ganze Werk mit wenig Unterbrechungen gesungen. Dabei konnten alle die Begeisterung, die beim Singen eines Gesamtwerkes entsteht, direkt miterleben.
Die Resonanz auf diese neuartige Chor-Probenerfahrung war durchweg sehr positiv, es gab viele strahlende Gesichter, sowohl bei den „Schnupper-Sängern“ als auch bei den „alten Hasen“.
 
 

 

 
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unser letztes Konzert: (weitere Informationen unter "Vergangene Konzerte"
Gioachino Rossini
P E T I T E   M E S S E  S O L E N N E L L E
für Soli, Chor, Klavier und Harmonium
 
 
 
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Georg Friedrich Händel MESSIAH
HAPPY BIRTHDAY HÄNDEL
Anläßlich Händels Geburtstag singen jedes Jahr Ende Februar über 400 Sängerinnen und Sänger aus nah und fern Händels Oratorium Messiah in seiner Geburtsstadt Halle. 
In diesem Jahr haben 30 Mitglieder des Wasserburger Bach-Chores an diesem großen Ereignis teilgenommen.
Der Wasserburger Bach-Chor in der St.Ulrichskirche in Halle bei seinem A-Capella-Auftritt