Na und? Wir proben trotzdem fleißig das neue Programm – Woche für Woche stellen wir uns den Herausforderungen des Verdi-Requiems. Und wenn’s zu heiß wird, zur Not barfuß!
Unsere Chorleiterin? Unerschütterlich! Ob Hitzewelle oder Tropenklima – sie dirigiert mit vollem Einsatz, notfalls sogar akrobatisch auf Stühlen stehend.
Und weil Singen bekanntlich durstig macht, gibt’s vor, zwischen und nach den Proben die wohlverdiente Abkühlung: Ob Stammtisch oder Sommerfest – wir genießen de Zeit miteinander und feiern unsere Chorgemeinschaft.
Ganz nach unserem Motto: Wer singen kann, kann auch feiern!
2025
war für den Wasserburger Bach-Chor ein ganz besonderes Jahr: Das
Ensemble feierte sein 40-jähriges Bestehen. Begleitet und getragen
wurde dieses Jubiläum von großer Wertschätzung, zahlreichen
helfenden Händen und großzügigen finanziellen Zuwendungen. Ohne
dieses hohe Engagement und die breite Unterstützung wäre ein
Projekt wie dieser Laienchor nicht möglich,
betont der Verein. Höhepunkt des
Jubiläumsjahres war das Jubiläumskonzert im Alten Rathaussaal in
Wasserburg, das auf große positive Resonanz stieß.
Auch
die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Chiemgauer Seenplatte unterstützte
das kulturelle Engagement des Bach-Chores. Im Rahmen eines
LEADER-Projekts – ein Förderprogramm der
Europäischen Union – wurde die Jubiläumsbroschüre mit 1.000 Euro
gefördert. Die hochwertige Festschrift
erhielten die Besucherinnen und Besucher des Jubiläumskonzerts sowie
Freundinnen und Freunden des Chores kostenfrei. Sie dokumentiert die
Geschichte des Ensembles und das musikalische Wirken der vergangenen
vier Jahrzehnte. Zum Jahresende blickt der Wasserburger Bach-Chor
dankbar auf das Jubiläumsjahr zurück und richtet den Blick auf die
kommenden musikalischen Vorhaben im Jahr 2026.
LAG-Manager
und Geschäftsführer Christian Fechter (1. Reihe li.), Chorleiterin
Angelica Heder-Loosli (1. Reihe, 2. v.re.), der 2. Bürgermeister und
Schirmherr Werner Gartner (1. Reihe re.) und Mitglieder des
Chorvorstands, die an der Jubiläumsschrift mitgearbeitet haben (von links Stfefi Schäfer, PR-Beauftragte Kristina Gerheard), präsentieren die neue Festschrift.
Die Jubiläumsschrift schicken wir gerne zu! Die Versandkosten betragen 3 €. Einfach eine Mail schreiben an: thomas@loosli.de
Im Sommer haben wir den runden Geburtstag von unserer Chorleiterin Angelica miteinander gefeiert - mit ganz vielen Rosen, Geschenken und verschiedenen Darbietungen wie Gesang, Spiel, Musik und einem fantastischen Buffet. Es war wirklich ein wundervolles und ganz besonderes Fest!
Bürgermeister Werner Gartner, ein Freund des Chores hat für die Stadt Wasserburg eine eindrückliche Dankrede gehalten und einen schönen Blumenstrauß überreicht.
Hier seht ihr noch ein paar Fotos von unserer fröhlichen Jubiläums-Chorwanderung auf die Staffn-Alm:
Folge uns gerne auf Facebook und auch auf Instagram!
Erfahre auf diese Weise ganz aktuell Interessantes rumd um den Chor, seine Leiterin, die Werke, Wissenswertes und sonstige Besonderheiten! Es lohnt sich!
Wasserburger Bach-Chor sorgt für besondere Stimmung auf dem Christkindlmarkt
Normalerweise singt der Wasserburger Bach-Chor
bei seinen Konzerten in schicker Konzertkleidung erhöht auf einer Bühne.
Beim Weihnachtslieder-Singen vor dem Chor-Christbaum der Wasserburger
Christbaumallee mischte sich der Chor aber mitten ins Getümmel der
Wasserburger Altstadt, um mit allen Interessierten gemeinsam Advents-
und Weihnachtslieder zu singen.
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nahmen das Angebot
an, stimmten in den Gesang ein oder lauschten andächtig. Und im Trubel
des Christkindlmarkts zwischen Glühweinständen und Kinder-Eisenbahn
entstand etwas, das das gemeinsame Singen so besonders macht: Ein
verbindender Moment der Gemeinschaft und der fröhlichen Besinnlichkeit.
Welch eine Freude! Viele waren gekommen, um uns zu hören und mitzusingen!
Wir wünschen all unseren Zuhörern eine wundervolle Weihnachtszeit, voller Musik und voller Gesang!
Wasserburger Bach-Chor trifft
internationale Bach-Familie
„Bach - We are family!“ Mit
dieser Aktion wurden bereits 2020 alle Bach-Chöre auf der ganzen
Welt eingeladen, das Bach-Fest Leipzig mitzugestalten und die ewig
zeitlose und allzeit gültige Musik von Johann Sebastian Bach zum
Klingen zu bringen.
Unter dem Motto „Choral Total“
waren nach der Absage in 2020 in den Jahren 2022 bis 2024
insgesamt über 50 Bach-Chöre und – Vereinigungen diesem Ruf
gefolgt, darunter auch der Wasserburger Bach-Chor gemeinsam mit
Chören z.B. aus Paraguay, Malaysia, Japan, USA, Niederlande,
Schweiz, Südafrika und natürlich auch aus Deutschland. Mit ganz
viel Vorfreude und mit Noten im Gepäck fuhren 50 Mitglieder des
Wasserburger Bach-Chores am 08. Juni zum 25. Bachfest nach Leipzig,
kaum ahnend, welch beeindruckende Erlebnisse sie erwarten würde.
Jeder Bach-Chor hatte in dieser
Bach-verrückten Stadt einen Auftritt in einer der bedeutenden
Kirchen Leipzigs und führte eine oder mehrere Kantaten aus Bach's
schaffensreichem Jahrgang 1724 auf und immer sang das Publikum bei
den Chorälen mit: „Choral Total“.
So muss es sich anfühlen, am Ziel
einer Pilger-Reise angekommen zu sein, dachten und fühlten viele
Chormitglieder, als der Chor sich an der Vierung vor Bach's Grab in
der Thomaskirche, seinem letzten und bedeutendsten Wirkensort
aufstellte. Begleitet vom professionellen Mendelssohn-Kammerorchester
und hervorragenden Solisten trug der Wasserburger Bach-Chor zur
Gestaltung der Mette bei, eine Morgenandacht, bei der in diesem Fall
auch Kinder auf ihre natürliche und berührende Art mitwirkten.
Der Wasserburger Bach-Chor führte zwei
Choralkantaten von Felix Mendelssohn Bartholdy auf, der ebenfalls in
Leipzig gewirkt hatte und dessen großer Verdienst es war, Bach
sozusagen wieder entdeckt und der Allgemeinheit zugänglich gemacht
zu haben. Zum Abschluss erklang die Kantate Nr. 87 „Bisher habt ihr
nichts gebeten in meinem Namen“, die der Chor mit dem auswendig
gesungenen Choral beendete, Zuversicht und Freude verkündend.
Langer Beifall und Worte der
Anerkennung berührter Zuhörer erfüllte die Chorsänger mit
Freudentränen und Dankbarkeit.
Am Abend waren dann alle Bach-Chöre
eingeladen, sich in einem großen Saal zu treffen, um sich als Chor
vorzustellen und um miteinander drei Highlights von Bach zu singen,
getreu dem Motto „Bach – we are family!“ So gab es ein reges
und herzliches Austauschen und Verbindungen knüpfen. Alle durften
erfahren wie verbindend über Ländergrenzen, ja Kontinente hinweg
die Liebe zu Bach und seiner Musik ist.
Der Wasserburger Bach-Chor nahm bei
seinem freudigen Auftritt seine Sing-Kollegen aus der ganzen Welt
zunächst mit in sein bayerisches Heimatland, dann zu einem
internationalen Friedenslied, bei dem alle mitsingen konnten und
rundete mit einem emotionalen Friedenschoral von Mendelssohn ab. Alle
Herzen waren erfüllt von diesem wundervollen, friedlichen
Miteinander!
Außer den Auftritten nahmen die
Chormitglieder auch an verschiedenen kulturellen Angeboten des
Bachfestes und sonstiger kultureller Veranstaltungen teil wie
Konzerte, Führungen oder die Bootsfahrt mit der MS Weltfrieden. All
diese Aktionen und nicht zuletzt auch der Genuss der vielseitigen
Gastronomie Leipzigs ließen die Chorgemeinschaft noch näher
zusammen wachsen. Auch das Wetter zeigte sich von seiner freundlichen
Seite und so fühlten sich nach diesen fünf intensiven Tagen alle
wirklich reich beschenkt.
Herzlicher Dank an dieser Stelle allen Spendern und Unterstützern, insbesondere der Stadt Wasserburg a. Inn und dem Freundeskreis des Wasserburger Bach-Chores!
Nach drei Tagen des Eintauchens in die Welt des
Weihnachtsoratoriums wächst die Vorfreude auf die beiden
Aufführungen nach den Weihnachtsfeiertagen in Wasserburg und in
Schloßberg.
Traditionell fährt der Bach-Chor jedes Jahr im Herbst für ein
ganzes Wochenende in ein Kloster mit Seminarbetrieb im süddeutschen
Raum.
Wasserburg/Ottobeuren – Neben dem intensiven
Einstudieren des aktuellen Werkes hat da nicht nur das gesellige
Singen verschiedener Chorlieder seinen Platz, sondern natürlich auch
das Feiern in fröhlicher Runde. Ende Oktober ging es heuer erstmals
nach Ottobeuren, in die Benediktinerabtei mit ihrer berühmten
Basilika. Als ein Höhepunkt ließen die Sänger in der
einzigartigen Atmosphäre der Basilika Choräle und andere Chorstücke
aus dem Repertoire zum Lob und Dank Gottes erklingen.
Vor dem „Carmina Burana" - Wochenende: Ein Probenbesuch beim Bach-Chor
In Wasserburg ist er mittlerweile eine Institution: Der
Bach-Chor. Er versteht sich als freier Konzertchor, der überwiegend
geistliche Werke aus der Zeit des Barock, der Klassik und Romantik, aber
auch von Komponisten des 20. und 21. Jahrhunderts zu Gehör bringen
will. Der Namenspatron Johann Sebastian Bach (1685 – 1750) ist damit
gleichzeitig der Mottospender. Angelica Heder-Loosli leitet den
Wasserburger Bach-Chor seit knapp 40 Jahren. Am kommenden Wochenende
werden die Sängerinnen und Sänger des Chores wieder einmal die „Carmina
Burana“ von Carl Orff aufführen. Wir haben am Rande eines Probenbesuchs
mit Angelica Loosli gesprochen …
… und konnten erfahren, dass sie, die als Musikpädagogin am Gymnasium
in Gars gewirkt hatte und der auch eine Karriere als Solosängerin offen
stand, sich 1985 ganz bewusst dafür entschieden hatte, einen Chor zu
begründen, in dem auch nicht nur geistliche Musik dargeboten werden
kann.
Das Miteinander sei ihr damals so wichtig gewesen, es sei so
unglaublich zu sehen, was Musik mit den Menschen mache, wie Musik die
Menschen verändern könne. Im vergangenen Herbst hat sie ein
„Friedenskonzert“ gegeben und damit einmal mehr gezeigt, dass Musik
eigentlich die Sprache des Friedens beherrsche, wenngleich man natürlich
sagen muss, dass es auch martialische Musik gibt.
Die „Carmina Burana“, die am kommenden Wochenende aufgeführt werden
wird, erarbeitet sie nun schon zum fünften Mal. Bei der Probe im
Rathaussaal am gestrigen Montag wurde deutlich, wie präzise und mit
welch hohem Engagement dieser Chor, der, wie Angelica Loosli betont, nur
aus Laien bestehe, bei der Vorbereitung eines Konzertes bei der Sache
sein kann. Man probt einmal in der Woche, und alle vier bis sechs Wochen
gibt es ein Probensamstag, wo man sich noch intensiver auf Konzerte
vorbereiten könne.
2025: 40. Jubiläum als Chorleiterin
2025 feiert sie nun ihr 40. Jubiläum als Chorleiterin des Bachchors.
Ans Aufhören denke sie überhaupt nicht, sagt sie im Interview mit der
Wasserburger Stimme, „Wozu auch?“ Das Singen fördere die Gemeinschaft,
der Chorgesang entwickle sich so zu einem Lebensprinzip und sie ergänzt
voller Freude: „Wissen Sie, die Ideen gehen mir einfach nicht aus!“
Natürlich ist so eine Institution wie der Bach-Chor auch ein
kostenintensives Engagement, weshalb man einen Förderverein gegründet
habe, denn, wenngleich alle aus Begeisterung singen, verursachen
Konzerte immer auch hohe Kosten, die durch Eintritte nicht gedeckt
werden könnten. Auf die Frage, ob sie Bachs Musik auch beim Kochen zu
Hause höre, lächelt sie und antwortet mit einem verhaltenen „Nein“, denn
sie mag sehr die bayerische Heimatmusik, die sie im Radio auch gerne
höre. Und da sie selbst so gerne singe und dies als Chorleiterin leider
nicht so könne, habe sie 2008 den Kammerchor „Incantiamo“ gegründet, ein
Zusammenschluss von zwölf besonders singbegeisterten und begabten
Sängerinnen und Sängern des Bach-Chores. Das Motto dieses Kammerchores
sagt eigentlich alles: „incantiamo“, bedeutet: wir verzaubern.
Verzauberung durch Musik und Gesang, das ist wirklich Angelica Looslis
Credo und sie lebt das durch ihre Art, ihren Chor zu leiten, auch. Bei
der Probe gibt’s eine kurze Pause, alle reden miteinander und plötzlich
sagt sie: „So, können wir weitermachen?“ Und in Windeseile stehen alle
Sängerinnen und Sänger wieder bereit. Faszinierend, wie freundliche
Führung erfolgsträchtig sein kann.
Am Schluss des Gesprächs mit der Wasserburger Stimme verrät
sie noch, dass sie Carl Orff, jenen 1985 verstorbenen Komponisten, der
die „Carmina Burana“ vertont hat, in München noch erleben durfte, auch
dies dürfte zusätzlich motivieren.
Diese „Carmina Burana“, die am kommenden Wochenende ausgeführt wird,
ist der Titel einer szenischen Kantate von Carl Orff aus den Jahren
1935/1936. Die Texte in mittellateinischer und mittelhochdeutscher
Sprache sind den „Carmina Burana“ entnommen, einer Sammlung von im 11.
und 12. Jahrhundert entstandenen Lied- und Dramentexten. Gefunden hat
man diese Texte im Kloster Benediktbeuren, weshalb man diese Sammlung
aus 24 Liedern „Carmina Burana“ nennt.
Am kommenden Samstag, 1. Juli, um 20 Uhr und am Sonntag, 2.
Juli, um 11 Uhr in einer Matinée werden die „Carmina Burana“ und weitere
Werke dem Publikum zu Gehör gebracht, es werden Stücke unter dem Motto
„Eine Reise ins Glück“ geboten, und zwar von Edward Elgar, Henri Duparc,
Bob Chilcott, Daniel Elder, Howard Shore und Karl Jenkins. Neben dem
Bachchor treten auch drei Solisten auf, nämlich Rowitha Schmelzl,
Joaquin Asiain und Michael Kranebitter. Karten gibt es bei der Buchhandlung Herzog in der Salzsenderzeile in Wasserburg oder online unter: www.wasserburger-bach-chor.de und an der Abendkasse.
Im Dezember will der Bach-Chor dann das Weihnachtsoratorium IV – VI
von Johann Sebastian Bach aufführen, und zwar am 28. Dezember im
Wasserburger Rathaussaal und am 29. Dezember in der Pfarrkirche St.
Georg in Schloßberg bei Rosenheim. Man darf auf weitere Darbietungen
gespannt sein.
Peter Rink
Friedensgruß vom Chorwochenende in Hirschberg - wir haben es sehr genosen!
Wieder einmal ein Chorwochenende - traumhaft schön!
Nachdem im letzten Jahr das
Chorwochenende gestrichen werden musste, freute sich der Chor in
diesem Jahr ganz besonders darauf. Im Kloster Plankstetten im
Altmühltal ließ er der Freude und Lust am gemeinschaftlichen Singen bei
intensivem und zugleich heiterem Proben freien Lauf. Sie dienten der
Vorbereitung auf das kommende Konzert und der Erweiterung des
Repertoires an Liedern, Chorälen und Gesängen verschiedener Genres.
Ein kleiner Ausflug in die Welt des
mehrstimmigen Jodelns weckte die Ur-Kraft des Stimmausdrucks unserer
Heimat.
Erste Probe vor Ort nach 8 Monaten - einer gefühlten Ewigkeit!
Wiederbeginn am 14.06.2021 um 19:30 im Theatersaal
- wir sind aktiv und halten durch -
Um eine BRÜCKE zu schlagen bis dahin, wenn wir wieder zusammen kommen können, haben wir begonnen uns montags via Zoom zu treffen. Hier können wir uns sehen (!), kurz ein bisserl ratschen, uns einsingen und zu Chorstücken aus unserem reichhaltigen Repertoire singen!
Tatsächlich macht das Online-Singen Spaß und ist emotionaler als gedacht, so vor dem eigenen Bildschirm zu singen. Natürlich fehlen die anderen daneben, aber es ist besser als dieses lange Schweigen und es trainiert die Stimme, die sonst einrosten würde!
Anlässlich
der dreißigsten Wiederkehr des Tages der deutschen Einheit am
3.Oktober 2020 wird der Wasserburger Bach-Chor auf
dem zentral gelegenen Konzertplatz Frauengasse in Wasserburg am Inn
diese Feier gestalten. Das ist sein erster Auftritt in diesem so
besonderen Jahr.
Die
Wiedervereinigung Deutschlands ist in ihren Geschehnissen einmalig
und nicht nur von nationaler Bedeutsamkeit. Das Anliegen, das Wunder
der Friedlichen Revolution und des Mauerfalls mit einer breiten
Bürgerschaft bei einer öffentlichen Feier (Open Air)
generationsübergreifend gemeinsam zu feiern, soll bewusst auch ein
Zeichen der Dankbarkeit und der Hoffnung für die Zukunft unseres
Landes sein, welche aus Einheit und gelebtem Miteinander heraus
kraftvoll gestaltet werden kann – besonders durch die
Veränderungen, welche uns alle in der aktuellen Krise ganz neu
herausfordern, miteinander Zukunft zu gestalten.
Die
Initiative „3. Oktober – Deutschland singt“ möchte am 3.
Oktober 2020 ein deutliches Zeichen des Dankes für die
Wiedervereinigung und 75 Jahre Frieden in Deutschland senden. Der
Appell, der deutschlandweit von den Marktplätzen der Republik
ausgehen wird, soll lauten: Auch für die Zukunft stehen wir geeint
für Grundwerte wie Freiheit, Humanität, Zusammenhalt und Demokratie
ein.
Viele
der vom Bundesmusikverband vorgegebenen und auch die von der
Chorleiterin Angelica Heder-Loosli zusätzlich ausgewählten Lieder
sind bekanntes Liedgut und gewähren ein abwechslungsreiches
Programm.
Die
Feier wird durch Werner Gartner, 2. Bürgermeister der Stadt
Wasserburg am Inn eröffnet. Durch das Programm führt Katrin Meindl
vom AK 68. Eine Zeitzeugin, Regina Liefeith, die diese bedeutenden
Zeit des Umbruchs und der Wende hautnah erlebt hat, wird die Zuhörer
mit ihrem Bericht in diese Zeit führen.
Der
Beginn der deutschlandweit stattfindenden Veranstaltung ist um
19.00h und dauert ca. eine Stunde. Der Einlass von der Herrengasse
aus ist ab 18.30h geöffnet.
Für
die Veranstaltung gibt es ein Hygienekonzept, das u.a. eine
begrenzte Teilnehmerzahl, das Einhalten der Abstandsregel und das
verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorsieht. Um
die Zeit für die Registrierung so kurz wie möglich zu halten, wird
um eine Anmeldung mit vollständigem Namen und Telefonnummer gebeten.
Regina
Liefeith, im Dezember 1957 geboren in der thüringischen Stadt
Bleicherode im Südharz, hat den Umbruch und die Wende Ende der 80er
Jahre hautnah erlebt – eine Zeit, die ihr Leben geprägt hat.
Haag/Wasserburg
– Regina Liefeith, im Dezember 1957 geboren in der thüringischen Stadt
Bleicherode im Südharz, hat den Umbruch und die Wende Ende der 80er
Jahre hautnah erlebt – eine Zeit, die ihr Leben geprägt hat. Am Samstag
singt sie anlässlich des 30. Jahrestags der Wiedervereinigung im
Wasserburger Bach-Chor bei einer Feier in der Altstadt und lässt in
einem kurzen Vortrag ihr Leben in der DDR Revue passieren.
Was
empfindet sie an diesem Jahrestag? „Freude und Dankbarkeit“, sagt die
62-Jährige im Gespräch mit unserer Zeitung. „Ich habe Vertrauen in
unseren Rechtsstaat.“ Seit 2001 lebt sie in Oberndorf bei Haag. „Ein
Teil von mir ist aber immer noch ostdeutsch“, sagt sie.
Am Ural einen Sommer auf dem Bau gearbeitet
Gleichwohl
wehrt sie sich dagegen, die DDR rückblickend nur als Unrechts- und
Überwachungsstaat zu sehen. Manche Beiträge in den Medien oder in
Lehrbüchern habe sie als nicht fair empfunden, als einseitig,
überheblich und „rein abstrakt“. Und so stelle sie sich die Frage: „Ist
es allein das, was von unserem bunten Leben übrig bleibt, auch wenn es
in grauen Mauern war?“ Dass Reisen in den Westen nicht möglich waren,
findet sie auch heute nicht schlimm: „Es war halt so.“ Immerhin, sie
durfte zu DDR-Zeiten nach Polen, Ungarn und Russland reisen. „Ich habe
in Ufa am Ural als Studentin einen ganzen Sommer auf dem Bau
gearbeitet.“ Ein Erlebnis, das sie nicht eintauschen wolle gegen einen
Urlaub in der Karibik. Und es habe in der DDR auch keine Arbeitslosen
gegeben: „Jeder wurde irgendwie mitgenommen – nach seinen Fähigkeiten.“
Andererseits
ist ihr wohl bewusst, dass in der DDR Willkür und Ungerechtigkeit
herrschten. „Ich will da nichts schönmalen.“ Ja, es seien Menschen an
der Grenze erschossen worden. Und 1988, bei einem Pop-Konzert am
Reichstag seien Menschen zusammengeknüppelt worden. Ihre Mutter, eine
Lehrerin, durfte keinen Geschichtsunterricht geben, die Großeltern
wurden in die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG)
gezwungen, die Lizenz für die Gastwirtschaft wurde ihnen entzogen.
Immerhin durfte Regina Liefeith nach dem Abitur eine Berufsausbildung in
der EDV machen, anschließend studierte sie Volkswirtschaft in Halle.
Mangelwirtschaft: Das DDR-System war am Ende
Spätestens
1989 war ihr aber klar, dass das DDR-System am Ende war. „Man hat ja
die Mangelwirtschaft gesehen, man hat gesehen, dass überhaupt nichts
funktioniert hat.“ Liefeiths Fazit 30 Jahre nach der Wiedervereinigung:
„Beim Fall der Mauer hat man gesehen: Wenn sich genug Menschen für eine
Sache engagieren, haben sie auch die Kraft, etwas zum Guten zu bewegen.“
Allen
Gesichtern steht die Wiedersehens-Freude ins Gesichtgeschrieben:
Endlich geht es wieder los beim WasserburgerBach-Chor
– gemeinsam! Da können auch die Abstandsregel vonzwei
Metern (unser aktuelles Foto) und die sonstigen, wichtigen
Hygienemaßnahmen in Corona-Zeiten die Treffen nicht trüben.
Um diese Proben zu ermöglichen hat der WasserburgerBach-Chor
mit seiner Leiterin Angelica Heder-Loosli extra dengroßen
Saal der LandWirtschaft Staudham angemietet.
Neu
ist auch die Situation, dass es im Moment kein Ziel gibt,da
es noch unsicher ist, ob das geplante Weihnachtskonzert realisiert
werden kann. So erlebt und genießt der Chor dieneue
Freiheit, einfach „just for fun“ zu singen. Ein buntesPotpourri
an Chorliedern quer durch die Jahrhunderte bildetedas
„Programm“ des ersten Abends nach der großen Zwangspause.
Durch
den großen Abstand hörte sich jeder Sänger gut und derChorklang
ist fein und sauber, auch dank der guten Akustik desSaales.
Am Ende der Probe sprudeln Freude und Dankbarkeit ausallen
im minutenlange Beifall heraus.
Er ist eine kulturelle Institution in Wasserburg: Der Bach-Chor steht für anspruchsvolle Konzerte mit hoher Qualität.. Heuer wäre eine ganze Reihe geplant gewesen. Doch daraus wird wohl nichts. Doch es gibt noch ein weiteres Problem.
Wasserburg – 2020 hätte der Wasserburger Bach-Chor sein 35-jähriges Bestehen gefeiert – unter anderem mit einer Reihe von Veranstaltungen. Corona hat diese Pläne durchkreuzt. Vielleicht gibt es im Jubiläumsjahr gar keine Konzertchance mehr.
Die Stadt gibt dem bekannten Chor einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 7000 Euro aus Mitteln der Anna-Klammer-Kulturstiftung – in der Hoffnung, dass die Konzerte bald nachgeholt werden können. Der Haupt- und Finanzausschuss befürwortete einstimmig die Bezuschussung.
Ein ehrenvoller Abend zum Ausklang des Jahres 2019 mit Vorschau auf das nächste Chorprojekt in 2020
Neue MitsängerInnen sind herzlich willkommen!
Die letzte Chorprobe am 16.12.2019 war vor allem dem Jahresausklang gewidmet, feierlich begangen mit einer Urkundenehrung langjähriger Chormitglieder. Diesen schönen Brauch gibt es seit 2018 und er zeigt, wie viel Beständigkeit diesen Chor trägt.
Ihre vielfältigen Köstlichkeiten präsentierten die Chormitglieder am anschließenden Büfett. Mit einem Gläschen Sekt oder Saft wurde auf das zu Ende gehende Jahr angestoßen, ein gelungenes "Chor-Jahr", wie alle fanden.
Artikel OVB 19.11.2019 von Frau Duzcek
Wenn Gesang die Herzen berührt, probt der Bach-Chor Wasserburg
Bewegt die Stimmen: Chorleiterin Angelica Heder-Loosli in Aktion. Duczek
Wasserburg - Sie
trampeln mit den Füßen auf den Boden, breiten die Arme aus wie Flügel,
schwingen die Hüfte, biegen den Oberkörper nach rechts und links,
blasen die Wangen auf, lassen die Zungen federn, schlagen sich mit den
Fäusten auf die Brust – und sprechen eine seltsame Sprache:
„Hahaha-juppii, bluppbluppblupp“. Wer eine Probe des Wasserburger
Bach-Chors beobachtet, schüttelt anfangs verwundert den Kopf. Denn sie
beginnt nicht mit dem klassischen Einsingen, sondern mit einer Übung,
die in dieser Form auch in einem Fitnessstudio stattfinden könnte.
Gesangswerkzeuge fit gemacht
Chorleiterin
Angelica Heder-Loosli ist quasi die Vorturnerin, die Sängerinnen und
Sänger geraten derart in Bewegung, dass sie jetzt auch bereit für eine
Stunde Pilates oder einen Waldlauf wären. Doch nicht die Beine und Arme
werden trainiert, sondern „die „Gesangswerkzeuge“, also die
Stimmbänder. Und die müssen fit sein für die nächste große Aufgabe: das
Winterkonzert 2019.
Am Samstag, 23. November, steht im
historischen Rathaussaal „Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms
auf dem Programm. Endlich, findet Angelica Heder-Loosli, denn dieses
Werk ist ihr Herzensprojekt. „Der Bach-Chor ist in seiner Qualität sehr
gewachsen. Jetzt sind wir reif für dieses Requiem von Brahms.“
Schöne
Texte und eine Musik, die die Vergänglichkeit thematisiert und
trotzdem viel Trost spendet: Das zeichnet nach Meinung der Chorleiterin
das Werk aus, das auch am Sonntag, 24. November, in der Pfarrkirche
St. Jakob in Bad Endorf gesungen wird.
Eigentlich steht ja
nicht Brahms, sondern Bach im Mittelpunkt des Repertoires. Bach hat dem
Chor den Namen gegeben. Angelica Heder-Loosli ist dem Komponisten
„sehr, sehr nahe“, wie sie sagt. Sie verspürt eine Art
Seelenverwandtschaft. „Bach verkörpert eine herrliche Mischung aus
Rebell und zutiefst gläubigem Menschen.“
Im Alter von 14
Jahren hat die Chorleiterin zum ersten Mal seine Johannispassion in
München gehört – und sich gewünscht, mitsingen zu können. Sie wurde
Musikerin und Sängerin, leitete mehrere Chöre – und entschloss sich vor
34 Jahren, einen eigenen zu gründen, der ihren Lieblingskomponisten
ehrt.
Mutmacherin und Motivatorin
Zur
ersten Probe im Jahr 1985 kamen gleich 60 Sängerinnen und Sänger. 65
Aktive im Alter von 20 bis 80 Jahren umfasst der Chor bis heute. Die
Aktiven stammen nicht nur aus Wasserburg, sondern auch aus den
Nachbarorten. Zweimal im Jahr – im Frühjahr und Spätherbst – gibt es ein
Konzert.
Das Programm wählt die Leiterin stets selber aus:
Das Requiem von Brahms, eigentlich gedacht für einen großen Chor und
ein sehr großes Orchester, wird in beiden Konzerten in einer Fassung
mit reduzierter Orchesterbesetzung zu hören sein. Die Musiker sind
Profis. Es gibt nur drei gemeinsame Proben mit dem BachChor, bei denen
Sänger und Orchester zusammengeführt werden. „Das ist immer ein
spannender Moment“, sagt Angelica Heder-Loosli.
Herausforderungen
dieser Art nimmt die 64-Jährige mit einer Mischung aus langjähriger
Erfahrung und Humor. Der ist auch der rote Faden bei jeder Chorprobe.
Die Leiterin sorgt für gute Stimmung, witzelt, lacht – und macht Mut:
„Traut Euch ruhig.“ Sie fördert und fordert: „Hört besser aufeinander“,
sagt sie, wenn die Harmonie der Stimmen aus dem Ruder gerät. „Schon
viel besser“, heißt es wenig später, wenn ihre Anweisungen Früchte
tragen.
So nähert sich der Chor über Monate dem Konzert –
und wächst dabei zu einer Gemeinschaft zusammen. Diese verbringt zur
Vorbereitung sogar manchen freien Samstag oder gar ein ganzes
Wochenende zusammen. „Wir verstehen uns menschlich sehr gut, der
Zusammenhalt ist hervorragend“, sagt Angelica Heder-Loosli. Das ist
auch – neben der hohen Qualität der vier Stimmen Sopran Alt, Tenor und
Bass – das Erfolgsgeheimnis des Bach-Chores.
Er kann
anspruchsvolle Werke wie das Requiem von Brahms,, singt sie nicht
runter, sondern füllt sie mit Leben. Der letzte Schliff kommt in der
Schlussphase der Konzertvorbereitungen. „Dann klingt das Werk in mir“,
sagt die Leiterin. Sie ist jetzt – so kurz vor der Aufführung – ganz
eins mit der Musik.
Darum singt die Chorleiterin nicht unter der Dusche
Eigentlich
ist Heilpraktikerin und ehemalige Lehrerin eher ein introvertierter
Typ, wie sie sagt. Deshalb singt sie auch nicht daheim unter der Dusche,
erzählt sie schmunzelnd. Als Chorleiterin geht sie jedoch aus sich
heraus, reißt mit, fokussiert, bewegt die Sängerinnen und Sänger und
ihre Stimmen.
Mit blitzenden Augen und ausladender Gestik
steht Angelica Heder-Loosli am Klavier, gibt den Ton an – und sprüht
vor Energie. Beglückt geht sie nach Hause, wenn es gelingt, den Chor zu
Meisterleistungen anzuspornen. Das Glück ist jedoch erst dann zu
hundert Prozent komplett, wenn die Besucher das Konzert „berührt
verlassen“.